Club gründen
Nicht die Erlaubnis ist das Ziel, sondern der laufende Club.
Ein Cannabis Social Club ist ein genehmigungspflichtiger Betrieb: Anbau unter Auflagen, Ausgabe nach festen Regeln, Nachweise gegenüber der Behörde. Hier steht der Weg dorthin, vom Standort bis zur ersten Ernte, mit Kosten und Risiken.
Woran es scheitert
Die meisten geben auf, bevor ein Bescheid kommt.
Bundesweit wurden bis September 2026 mehr Anträge zurückgezogen als abgelehnt, 131 gegen 90 bei 474 Genehmigungen. Was dazwischen liegt, ist selten das Gesetz.
Zahlen: Hanfjournal nach BCAv, Stand 06.09.2026.
Was aufgebaut wird
Woraus ein Club gebaut wird, Säule für Säule.
Die Reihenfolge
Vom Erstgespräch bis zur ersten Ernte.
Die Reihenfolge ist nicht beliebig. Wer den Standort zuletzt prüft, hat im schlechtesten Fall Monate und Geld in ein Gebäude gesteckt, das nie genehmigt wird. Deshalb steht er bei uns vor allem anderen.
- 01 ErstgesprächWo steht ihr, was fehlt, ob wir zueinander passen.
- 02 Standort und MachbarkeitWir sehen uns den Ort an und rechnen, was er trägt. Ergebnis ist ein Ja oder ein begründetes Nein.
- 03 Verein und UnterlagenGründung, Satzung, Konzepte, Schulung. Die Kanzlei zeichnet, wir liefern zu.
- 04 Antrag und WartezeitDer Antrag geht zur zuständigen Behörde. Die Wartezeit nutzen wir für Technik und Betrieb, statt sie abzusitzen.
- 05 EinrichtungAnbauraum, Technik, Clubsoftware, Aufnahmestrecke, Kasse. Dazu die richtigen Werte je Anbauphase, damit ab dem ersten Durchgang auffällt, wenn etwas nicht passt.
- 06 Erste Ernte und ÜbergabeBetriebshandbuch, Zugänge, Schulung. Danach läuft der Club unter euren Zugängen. Den laufenden Betrieb übernehmen wir weiter, damit der Aufbau nicht mit der Übergabe endet.
Was es kostet
Was es kostet, entscheidet der Standort.
Eine Pauschale wäre geraten. Der Rahmen hängt an Fläche, Zustand der Halle, Anbauweise und Mitgliederzahl. Woraus er sich zusammensetzt, steht hier.
Nach dem Standortcheck bekommt ihr eine Rechnung mit euren Zahlen, nicht mit fremden.
Für Investoren
Weil ein Club seinen Mitgliedern gehört, ändert sich das Modell.
Ein Cannabis Social Club ist im Gesetz eine Anbauvereinigung und nicht auf Gewinn gerichtet. Wer hier investiert, finanziert Infrastruktur und verdient an ihr, nicht am Cannabis.
Was geht
- Räume und Anlage an den Club vermieten, zu marktüblichen Konditionen
- Ein Darlehen zu marktüblichem Zins
- Verträge, die eine Kanzlei geprüft hat
Was nicht geht
- Miete oder Zins nach Umsatz, Menge oder Mitgliederzahl
- Einfluss auf die Besetzung des Vorstands
- Anbau durch eigenes Personal
- Eine Beteiligung am Club
Was ihr vorher wissen solltet
Die Risiken stehen hier, nicht im Kleingedruckten.
Wer einen Club aufbaut, geht in ein Feld, das sich noch bewegt. Diese vier Punkte gehören auf den Tisch, bevor Geld fließt:
Wenn einer dieser Punkte bei euch kippt, sagen wir das im Erstgespräch und nicht nach der Beauftragung.
Der Beweis
Einmal komplett gemacht und längst nicht zu Ende.
Ein Cannabis Social Club ist von der Gründung bis zur ersten Ausgabe entstanden: Verein und Erlaubnis, Standort, Anbau, Software, Aufnahme neuer Mitglieder, Kasse. Seit August 2026 läuft dort der Betrieb und die Werkzeuge dafür laufen täglich. Weitere Gründungsteams sind derzeit in der Umsetzung.
Fragen
Was Gründungsteams zuerst fragen.
Was kostet ein Club?
Das hängt an Standort, Größe und Anbauweise. Die Posten stehen oben, damit ihr wisst, woraus sich der Rahmen zusammensetzt. Eine seriöse Zahl gibt es nach dem Standortcheck, vorher wäre sie geraten.
Wie lange dauert es?
Von der ersten Sitzung bis zur ersten Ausgabe vergehen Monate, nicht Wochen. Wie viele, entscheiden Standort, Baurecht und die Bearbeitung bei der Behörde. Wir nennen einen Zeitraum, wenn wir euren Fall kennen.
Könnt ihr uns einen Grower stellen?
Wir helfen bei der Suche. Anbauen dürfen nach dem Konsumcannabisgesetz nur Mitglieder eures Clubs, wer dort bezahlt arbeitet, muss also Mitglied werden. Eine Personalgestellung von außen gibt es nicht.
Kann ich als Investor am Club verdienen?
Nicht am Club. Ein Cannabis Social Club ist nicht auf Gewinn gerichtet, eine Beteiligung gibt es nicht. Verdient wird, wenn überhaupt, an einer marktüblichen Miete oder an einem Darlehen.
Können wir die Verwaltung nicht später aufsetzen, wenn der Club erst mal läuft?
Könnt ihr, es wird nur teurer. Die Aufzeichnungspflichten hängen am Anbau und nicht an der Ausgabe, sie beginnen also lange vor dem ersten Mitglied am Tresen. Wer später umstellt, überträgt Mitglieder, Beiträge und Belege in einen laufenden Betrieb und muss den alten Stand trotzdem nachweisen können. Vorher ist es eine Einrichtung, nachher eine Migration.
Nach dem Bescheid will die Behörde sehen, dass wirklich gesichert ist. Wer macht das?
Wir. Was ihr im Sicherungs- und Jugendschutzkonzept zugesagt habt, müsst ihr später belegen können. Bei unserem Referenzclub lief das über eine Checkliste am Handy: jeder geforderte Punkt fotografiert, automatisch sortiert und benannt, daraus entstand das Schreiben an die Behörde am selben Tag.
Gebt ihr Rechtsberatung?
Nein. Satzung, Erlaubnisantrag und Verträge verantwortet eine Partnerkanzlei. Wir bereiten vor und setzen um.
Was wir nicht versprechen
Nächster Schritt
Bringt uns euren Standort, dann rechnen wir.
Dreißig Minuten, kostenlos. Danach wisst ihr, ob euer Vorhaben trägt.
Kostenloses Erstgespräch buchen