Fallstudie
Achtzehn Stunden Handarbeit im Monat, heute vier.
Ein Cannabis Social Club in Niedersachsen, aus dem Klubwerk entstanden ist. Der Betrieb lief, getragen von zwei, drei Personen. Hier steht, was sich geändert hat und was es gebracht hat. Ein Gespräch mit einem Vorstandsmitglied lässt sich einrichten, wenn der Club zustimmt.
- Laufender Betrieb in Niedersachsen
- 805 Pflanzen in 19 Ernten, 20 Sorten
- Rund 18 Stunden Handarbeit im Monat auf 4 reduziert, aus den Abläufen gerechnet
Alles lief, solange jemand hinsah
Der Club gab an seine Mitglieder aus, der Anbau lief, die Unterlagen für die Behörde waren geführt. Getragen wurde das von zwei, drei Personen. Die Klimawerte prüfte jemand mehrmals am Tag in der App des Herstellers. Stimmte etwas nicht, wurde sofort gehandelt: Luftentfeuchter leeren, Klimaanlage aus der Ferne nachstellen. Wer nicht konnte, schrieb in die Gruppe. Anfragen von der Website landeten im Postfach des Vorstands. Eine Frist der Behörde ging im Tagesgeschäft unter und fiel erst spät wieder auf.
Niemand sollte unersetzlich sein
Es ging nicht um neue Software. Der Vorstand wollte zwei Dinge. Erstens: Fällt jemand eine Woche aus, bleibt trotzdem nichts liegen. Zweitens: Die Abende gehören nicht mehr dem Verein. Alles, was gebaut wurde, musste sich daran messen lassen.
Vier Handgriffe, die niemand mehr macht
Im Anbauraum meldet sich das System, wenn ein Wert nicht zur aktuellen Phase passt. Niemand muss mehr mehrmals am Tag in die App schauen. Am Ausgabetag liegt ein Blatt je Mitglied bereit, auf dem steht, was abzupacken ist. Etiketten druckt jeder vom Handy aus. Jede Anfrage von der Website ist sofort sichtbar, mit dem Stand, wie weit sie ist. Die Einladung in die Clubsoftware ist ein Klick. Für die Behörde führt eine Checkliste am Handy durch die geforderten Punkte, die Fotos landen fertig sortiert im Nachweis.
Was übrig bleibt, ist Kontrolle
Über alle vier Bereiche fielen vorher rund achtzehn Stunden Handarbeit im Monat an, heute sind es etwa vier. Anfragen können nicht mehr untergehen. Der Nachweis für die Behörde, der vorher wochenlang liegen blieb, war an einem Nachmittag fertig. Und was im Anbauraum passiert ist, lässt sich nach jedem Durchgang nachlesen, statt nur im Gedächtnis derer zu liegen, die dabei waren.
Urlaub ist kein Risiko mehr
Keine der verbliebenen Aufgaben hängt noch an einer bestimmten Person. Die Stundenwerte sind aus den Abläufen gerechnet und nicht gestoppt, ein voller Zyklus läuft gerade. Die frei gewordene Zeit geht in Fragen, die vorher liegen blieben: welche Sorten als Nächstes kommen, ob sich ein zweiter Anbauraum lohnt, wie die Ausgabe an vollen Tagen schneller wird.
Was ist diese Woche liegen geblieben?
Nichts Offenes. Zwei Aufgaben sind an die Vertretung gegangen, beide erledigt. Der Vorlauf für den nächsten Termin steht.
Die Antworten kommen aus den Betriebsdaten, entschieden wird von Menschen.
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